Das horizontale Dreieck ist die Seitwärtskorrektur schlechthin — fünf Wellen, beschriftet a-b-c-d-e, jede selbst eine Korrektur. In seiner häufigsten, kontrahierenden Form laufen zwei Begrenzungslinien aufeinander zu. Es steht fast immer dort, wo nur noch eine Welle des übergeordneten Musters aussteht.
Das horizontale Dreieck — so der formale Name, im Gegensatz zum diagonalen Dreieck der Diagonalen — ist eine seitwärts gerichtete Korrektur aus fünf überlappenden Wellen a, b, c, d, e, von denen sich jede in drei Teilwellen unterteilt (3-3-3-3-3). Beim kontrahierenden Typ konvergieren die beiden Trendlinien: Jede Welle ist kleiner als die vorige. Die Schwankungen ebben ab.
Im Dreieck ringen Käufer und Verkäufer um Gleichgewicht. Die abnehmenden Ausschläge spiegeln nachlassendes Volumen und schwindende Überzeugung — der Markt sammelt sich, bevor die übergeordnete Bewegung ein letztes Mal ausbricht.
Die obere Linie verbindet die Enden der Wellen a, c und e; die untere die Enden von b und d (oder umgekehrt, je nach Richtung). Beide laufen auf einen Schnittpunkt zu — den Apex.
Das Erkennungsmerkmal: Jede der fünf Dreieckswellen ist selbst eine Korrektur — meist ein Zigzag, Welle A kann aber auch ein Flat sein. Schalten Sie die Unterteilung ein und sehen Sie das a-b-c in jeder Welle.
Weil jede Welle korrektiv (ein Dreier) ist, enthält das Dreieck keinerlei Antrieb. Es ist die ruhigste aller Korrekturen — reine Seitwärtsbewegung mit abnehmender Spannweite.
Gelegentlich ist Welle e selbst ein kleines Dreieck. Häufig „unterschießt" oder „überschießt" e die Trendlinie leicht — ein verbreitetes Detail, das die Zählung nicht ändert.
Kontrahierende horizontale Dreiecke gibt es in drei Spielarten — je nachdem, wie die beiden Trendlinien geneigt sind. Vergleichen Sie sie.
Symmetrisch: obere Linie fällt, untere steigt — beide konvergieren gleichmäßig. Aufsteigend: die obere Linie ist nahezu waagerecht, die untere steigt. Absteigend: die untere Linie ist nahezu waagerecht, die obere fällt.
Alle drei sind kontrahierend — sie laufen auf einen Apex zu. Die Form gibt einen Hinweis auf die Richtung, in die der spätere Ausbruch tendiert.
Ein Dreieck steht nie allein. Es erscheint nur dort, wo dem übergeordneten Muster noch genau eine Bewegung fehlt — als Welle 4 eines Impulses oder als Welle B (selten X). Nach dem Dreieck folgt ein „Thrust": ein schneller Schub in Trendrichtung.
Der Punkt, an dem sich die Trendlinien treffen, heißt Apex. Der Ausbruch („Thrust") erfolgt meist, bevor der Kurs den Apex erreicht — und reicht häufig etwa so weit wie die größte Höhe des Dreiecks (die Breite an Welle a).
Weil das Dreieck stets der vorletzten Position vorausgeht, ist seine Botschaft klar: Nach dem Thrust ist die übergeordnete Bewegung abgeschlossen — eine Wende rückt näher.
Drei Merkmale, an denen Sie es erkennen.
Horizontales Dreieck: fünf überlappende Wellen, jede eine Korrektur (meist Zigzag). Welle E endet im Preisterritorium von Welle A.
Zwei Trendlinien laufen auf einen Apex zu. Jede Welle ist kleiner als die vorige.
Steht in Welle 4 oder B. Danach folgt ein Thrust — und das übergeordnete Muster endet.